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Dienstag, Februar 27, 2024

Zu hohe Kosten – Duckstein Festival 2023 findet nicht statt

Schleswig HolsteinLübeckZu hohe Kosten - Duckstein Festival 2023 findet nicht statt

Der Anspruch „PREMIUM“ geht in Lübeck nicht auf. Das Duckstein Festival findet aus Kostengründen und mangelnder Förderung nicht statt.

Es zeichnete sich ab, das Duckstein Festival war im vergangenen Jahr alles andere als erfolgreich. Nur wenige Besucher und hohe Kosten sind der Tenor, wenn man in den Zeilen der LN-Online so liest. Nur wenige Besucher folgten dem Festivalgedanken „Premium“.

 Es ist ja Tatsache, dass die Menschen nach der Corona-Pandemie ausgiebig feiern wollten, doch feiern steht beim Duckstein Festival nicht ganz vorne. Vielmehr kulinarisch, ruhig, mit leiser Musik und unbekannte Bands, die den Veranstalter wenig Geld kosten und deren Verträge mit der UBA Bergmann Gruppe sehr komisch ausgestaltet sind, ist in Lübeck scheinbar dann doch nicht zu machen.

Das Ruhekonzept geht auch nicht auf, das wird hoffentlich für den Direktor des Lübeck Marketing Christian Martin Lukas, ebenfalls sichtbar. Statt mal atemlos durch die Nacht bekam man in Lübeck ja nur noch sehr teure Edel-Pommes aus Süßkartoffeln und dafür musste der genießende Gast auch noch Eintritt zahlen. Macht man eine Zeitreise in Lübeck war dies einstmals eine belebte Stadt mit Puls. Dieser Pulsschlag ist den Machern der Feste allerdings leidlich abhandengekommen, was für den Tourismus und für die Lübecker als sehr großer Verlust angesehen werden kann.

Was hier für das Duckstein Festival gilt, kann auch für die Travemünder Woche eintreten. Ruhe und nochmals Ruhe, leise Töne und teures, als „Premium“ bezeichnetes Essen entsprechen absolut nicht mehr dem Zeitgeist. Nach einer Pandemie hat sich so viel Ungutes in den Menschen aufgebaut, die wollen jetzt einfach nur leben. Lebensart wird zweitrangig und viele möchten auch mal wieder „atemlos“ und ausgepowert nach einer durchtanzten Nacht müde ins Bett fallen. 

So ein Veranstaltungskonzept wie das Duckstein Festival muss es ja auch geben, doch darauf zu bauen, dass es funktioniert, ist in Lübeck mitunter ein Tagtraum. 

Auch Förderprogramme, wie beispielsweise bei der Travemünder Woche sind für das Duckstein Festival nicht verfügbar. Die Stadtverwaltung lehnte dies mit der Begründung, dass es sich um eine kommerzielle Veranstaltung handelt, ab. Bei der Travemünde Woche kann man sich ja auf ein Sportevent berufen, um die Fehlleistungen des Veranstalters finanziell mit städtischem Geld auszugleichen.

Ob es wiederkommt, ist unbekannt. 

Vielleicht denkt man über das Veranstaltungskonzept einmal nach und versetzt das Duckstein Festival in die vorherigen Jahre, dann wird es auch wieder funktionieren. Vielleicht ja nicht an der Stelle, aber wir haben ja eine Kultur-Werft und da darf es dann auch mal etwas lauter und fröhlicher zugehen als am Traveufer wo die Gentrifizierung der Stadt ja bereits, mit neuen Rekorden in Sachen Ruhe, vollständig abgeschlossen ist.

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